Sonntag, 23. Dezember 2007

Mein Weihnachten in Japan




Ich habe gerade eine sehr schöne Adventszeit hinter mir, mit sehr vielen Weihnachtsfeiern. In fast jeder meiner Sprachklassen haben wir Weihnachten zusammen gefeiert mit jede Menge Essen, englischen Weihnachtsliedern, der Weinachtsbotschaft und hier in Japan darf natürlich die Erdbeertorte auch nicht fehlen! Ich hab keine Ahnung warum, aber zu Weihnachten gehört hier Erdbeertorte einfach dazu und so kam ich in der letzten Zeit in den Genuß von 7 Torten.



Heute war ich im Weihnachtsgottesdienst hier in Kasamtsu. In einigen Gemeinden ist der 23. nicht nur Weihnachts- sondern auch Taufgottesdienst und auch bei uns wurden zwei Leute getauft. Nach dem Gottesdienst gab es dann ein kunterbuntes, lustiges Weihnachtsprogramm mit vielen Vorträgen: Weihnachtslieder in Gebärdensprache, Glockenstücke, der Männerchor und Liedbeiträge der Jugendlichen. Nach dem reichlichen gemeinsamen Essen und den leckeren Torten danach (ein Hoch auf Marlene!) haben wir noch Bingo gespielt (die ersten fünf haben nen Geschenk bekommen) und dann wurde noch mit der ganzen Gemeinde gewichtelt.
Morgen Abend ist dann noch ein Candle Light Service und danach versammeln wir uns mit allen fünf Kurzzeitmissionaren bei Marlene und feiern zusammen Weihnachten.
Für mich war/ist es eine Advents- und Weihnachtszeit mit viel Grund zur Freude. Gekrönt von der größten Freude überhaupt: "denn euch ist heute der Heiland geboren!"




Donnerstag, 13. Dezember 2007


Im Moment läuft hier in Japan ein christlicher Film "Maria" (original: The Nativity Story), der die Weihnachtsgeschichte von der Ankündigung des Engels an Elisabeth und Maria, über die Schwangerschaft Maria, die Reise nach Bethlehem bis hin zu der Geburt Jesus erzählt. Ich bin mit einigen meiner Sprachschüler ins Kino gegangen, um den Film zu sehen (viele ausländische Filme werden hier auf englisch gezeigt mit japanischem Untertitel) Der Film ist sehr gut gemacht und hat mich selbst nochmal berührt und ganz neu dankbar gemacht über Weihnachten! Aber auch meine Schüler waren begeistert und berührt von dem Film. In den Gesprächen danach hat man gemerkt, dass sie wirklich ins Nachdenken gekommen sind. Besonders haben mich Kommentare gefreut wie "Ich bin beeindruckt von dem Film" "Ich möchte gerne wissen wie es weiter geht" und ernsthafte Fragen wie "war Maria eine normale Frau? Warum hat Gott Maria ausgewählt?.... Ich denke er hat Joseph auch ausgewählt" Ich habe einfach das Gefühl, dass einige durch den Film offener für Gott geworden sind. Ich bin sehr dankbar, dass der Film in die japanischen Kinos gekommen ist! Bitte betet mit mir dafür, dass meine Schüler nicht nur von dem Film begeistert sind, sondern verstehen, dass Gott auch für sie Mensch geworden ist!

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Geburtstag




Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlässt um des Reiches Gottes willen, der es nicht vielfach wieder empfange in dieser Zeit und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. (Lukas 18, 29+30)





Man könnte denken, dass es ein großes Opfer ist, für ein Jahr lang seine Familie und seine Freunde zu verlassen und gerade am Geburtstag dachte auch ich, dass es schwer werden würde. Aber Gott steht zu seinen Versprechen und so hatte ich einen unglaublich schönen Geburtstag. Viele liebe Menschen hier, sowohl Japaner als auch Missionare haben dafür gesorgt, dass der Tag unvergesslich für mich wurde: eine wunderschöne Geburtstagsfeier bei Marlene zu Hause mit richtig viel leckerem Essen, der Torte des Jahrhunderts, vielen rührenden Geschenken,



strahlendem Sonnenschein (so schönes Wetter hatte ich noch nie an meinem Geb) und vor allem vielen tollen Gästen, die sich die Zeit genommen haben, mit mir zu feiern. Dazu dann noch viele liebe Post und e-mails aus Deutschland. Ein großes Dankeschön an euch alle in Japan und Deutschland für diesen schönen Geburtstag!

Mittwoch, 28. November 2007

überraschende Geburtstagsfeier

Heute morgen hatte ich meine Englischklasse in Tenpaku. Als die Unterrichtszeit vorbei war, drehten sie plötzlich die Tafel um und darauf war ein riesen großes Happy Birthday zu lesen (Foto) und unter drunter "There is nothing better than you smile" Auf einmal stand eine Geburtstagstorte vor mir und ich hatte eine süße selbstgebastelte Karte in der Hand, in der jeder einen Geburtstagsgruß für mich geschrieben hatte. Vorm Kuchen essen gab es dann noch eine Runde, wo jeder noch einmal persönlich gesagt hat, was er mir wünscht. Ich war so gerührt, dass mir die Tränen gekommen sind. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, eine verfrühte Geburtstagsfeier (mein Geb ist ja eigentlich erst am Freitag) Ich bin Gott von Herzen dankbar, für meine tollen Sprachschüler.

Der Pastor hat mir ein Bild geschenkt, auf dem auf japanisch 1. Korinther 16, 14 steht:

"Lasst alles bei euch in Liebe geschehen!"

Ist das nicht einer schöner Wunsch für dieses Jahr bzw für das ganze Leben?

Dienstag, 27. November 2007

Adventsbasar

Am Samstag war in unserer Gemeinde in Kasamatsu der Adventsbasar. Dafür haben wir mit den Kindern in den letzten Wochen schon viel gebastelt und Plätzchen gebacken. Freitag wurde dann mit den Frauen der Gemeinde das ganze aufgebaut, während Judith und ich Marlene geholfen haben, diese wunderschönen Torten zu backen. Ich war wirklich baff, was in Marlene für Tortenbackkünste stecken, sie sahen nämlich richtig toll aus und waren mindestens genauso lecker. Der Basar war richtig gut. Es kamen sehr viele Leute aus der Nachbarschaft, die sonst mit der Gemeinde nichts zu tun haben und man konnte einfach da sitzen, mit den Leuten einen Kaffe trinken und sich mit ihnen unterhalten. Ich habe mich mit einer Frau und ihrer Tochter (->Foto) unterhalten, die sehr gut englisch konnte. sie war zum ersten mal in der Gemeinde und von unserer Arbeit sehr begeistert. Sie hatte eine Möglichkeit gesucht, dass ihr Tochter etwas englisch reden kann und dadurch konnte ich sie zu uneren Kinderstunde samstags einladen. Sie waren beide sehr begeistert. Ihr könnt dafür beten, dass sie am nächsten Samstag wirklich kommen.










Sonntag, 18. November 2007

Weihnachtsputz mit der ganzen Gemeinde

Heute war ich wieder in Okazaki in der Gemeinde (jeden dritten Sonntag) Nach dem Gottesdienst haben sich plötzlich alle nen Lappen geschnappt und angefangen zu putzen. Nach der ersten Verwirrung wurde mir erklärt, dass jedes Jahr vor Weihnachten mit der ganzen Gemeinde das Gemeindehaus richtig gründlich geputzt wird. Also habe ich mich aufgemacht und geholfen die Küche sauber zu machen. Ich fand das so cool, auch mal beim putzen so ne Gemeinschaft und Einheit zu erleben. Danach wurde dann noch weihnachtlich geschmückt mit Tannenbaum und deutschen Strohsternen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen war noch ein Open Café, bei dem ich mit meinen Fingerpüppchen die Weihnachtsgeschichte erzählen durfte. Sowohl Kinder als auch Erwachsene waren sehr begeistert und ich auch, weil auch Japaner da waren, die noch keine Christen sind und zwar Kurisumasu (Weihnachten) kennen - das kennt hier jeder - aber leider nur Weihnachtsdekoration, -beleuchtung und -musik....

Mittwoch, 14. November 2007

Sprachklasse im Café


Ich möchte euch einfach mal etwas in meine Sprachklassen mit reinnehmen. Mittwoch nachmittags bin ich immer in Gokiso. Das ist von mir aus mit Bahn und Subway ne gute Stunde entfernt. Es ist eine englisch Klasse mit 7 Mitgliedern, von denen die meisten über sechzig sind. Jeden zweiten Mittwoch im Monat treffen wir uns in nem Kaffe einfach zum Free Talk, so auch heute. An was denkt, ihr wenn ihr an eine Seniorenklasse denkt? Ich kann euch sagen, dass es einer meiner witzigsten Klassen ist. Sie sind alle so locker drauf und die Helden im Sprüche klopfen. Außerdem lerne ich durch sie sehr viel von Japan kennen. Heute habe ich zB gelernt, dass es hier ne Seniorenkarte für öffentliche Verkehrsmittel gibt. Bis vor ein paar Jahren war sie noch komplett umsonst und heute müssen sie 5000 Yen (ca 35€) dafür bezahlen. Damit können Menschen über 65 Jahren hier dann lustig umsonst durch die Gegend fahren... Das ist dann wohl der japanische Weg um mit dem Problem der eigentlich nicht mehr Auto-fahr-fähigen Senioren umzugehen ;-)
Übrigens ist diese Klasse auch noch fit wie ein Turnschuh. Der Mann mit den weißen Haaren klettert zweimal im Monat auf nen Berg und diesen Montag will er uns fünf Shorties mitnehmen, wenn diesmal das wetter mitspielt. Auf die Bergtour freuen wir uns alle schon riesig und ich finde es einfach richtig cool, dass unsre Schüler auch außerhalb der Klassen was mit uns machen wollen!